Brücke der Einheit zwischen Vacha und Philippsthal
in Vacha
| Brücke der Einheit zwischen Vacha und Philippsthal |
Die 225 Meter lange Brücke besteht aus Sandstein und hat 11 Bögen im Vorlandbereich und 3 Bögen über der Werra. Die lichten Weiten betragen im Vorlandbereich zirka 5 m und maximal 9,6 m im Flussbereich, bei Achsabständen von höchstens 14 m. Die Fahrbahn zwischen den Brüstungen ist 5,5 m breit.
Im Jahr 1186 wurde erstmals eine Werrabücke in Vacha als Teil der Via Regia erwähnt.
1342 wurde die Brücke beim verheerenden Magdalenenhochwasser zerstört, bis 1346 erfolgte der Wiederaufbau.
Es handelte sich ursprünglich um zwei Brücken, wie auf der Stadtansicht von Wilhelm Dillich von 1591 zu sehen ist. Bis 1603 wurden beide Teile zu einer Brücke vereinigt. Bis heute ist dies an dem Knick der Brücke zu erkennen.
Dieser Zeuge vieler und großer Heereszüge bestand einst aus 17 Bögen, zwei davon wurden bei einer Hauptreparatur 1802 bis 1806 entfernt. Eine größere Instandsetzung erfolgte bereits 1640 während des dreißigjährigen Krieges im Auftrag der kaiserlichen Truppen, weitere folgten 1696 und 1753. Bei starkem Eisgang stürzte 1830 der zweite Bogen von Norden ein. Letztlich blieben noch 14 Bögen, die drei Arme der Werra überspannten.
Anfang des 20. Jahrhunderts war das Bauwerk Teil der Reichsstraße 84. Im Zweiten Weltkrieg wurden zwei Bögen gesprengt, deren Wiederaufbau erfolgte 1950/1951 mit Stahlbeton und einer Sandsteinverkleidung. Die innerdeutsche Grenze verlief unmittelbar an der Brücke.
Bis zur Grenzöffnung zwischen Vacha und Philippsthal am 12. November 1989 war die Brücke für die Öffentlichkeit gesperrt. Ein Beobachtungsturm wurde auf der Brücke erbaut, der 1992 wieder entfernt wurde. In den Jahren 1993 und 1994 erfolgte eine umfangreiche Instandsetzung.
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