Camp Romeo
bei Wildeck-Bosserode
| Camp Romeo |
Die “Fulda Gap” galt im Kalten Krieg als die wahrscheinlichste Einmarschrichtung eines durch die Sowjetunion möglichen Bodenangriffs im Falle einer militärischen Eskalation. Sie führt durch den Raum Fulda und umfasst grob den Bereich zwischen Hanau/Gießen und Mellrichstadt/Witzenhausen. Für diese “Lücke” wurden daher detaillierte Abwehrpläne geschaffen und verstärkt militärische Einrichtungen angelegt. Zu ihnen gehören die US-Camps mit den Beobachtungspunkten Border Observation Points Alpha, India, Oscar, Romeo und Sierra (später umbenannt in Point Tennessee).
Durch den Bau der AutobahnA4 im Jahr 1978 verlief nun eine große Trasse, die bei einem Vormarsch von Militärverbünden hätte genutzt werden können, direkt am Camp vorbei. Dadurch wuchs die Bedeutung dieses Beobachtungspunkts.
Mit Beendigung des Kalten Kriegs und Abzug der Streitkräfte wurde das Camp zurückgebaut und ist heute nicht mehr zu erkennen.
1990 wurde an dieser Stelle ein Gedenkstein aufgestellt, 2012 eine Informationstafel ergänzt und im Herbst 2025 ein verkleinerter Nachbau des Beobachtungsturms eingeweiht, der von Metallbauer Simeon Koch im Rahmen seiner Meisterprüfung gebaut wurde.
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nordwestlich von Wildeck-Bosserode am Feldweg (nach der Autobahnunterführung link abbiegen) zwischen Bosserode und Gut Liebenz