Grenzlehrpfad Point Alpha
von Wenigentaft nach Geisa
| Grenzlehrpfad Point Alpha | |
| Schwierigkeitsgrad: | leicht |
| Streckenlänge: | 16,8 km |
| Dauer: | 300 Minuten |
| Höhenmeter: | 253-428 |
Das Biosphärenreservat Rhön am Grünen Band ist ein unglaubliches Eldorado für Wanderer, aber auch Schauplatz der jahrzehntelangen deutschen Teilung. Auf dem Grenzlehrpfad Point Alpha werden auf einer ungewöhnlichen Tour das Naturerlebnis und die Artenvielfalt in einer faszinierenden Landschaft mit der historischen Geschichte am „Eisernen Vorhang“ verknüpft. Auf der Strecke erfährt man auf 16 Infotafel anhand von Texten, Fotos, Grafiken und Karten Wissenswertes und Hintergründe über die deutsch-deutsche Teilung, die Entwicklung der Grenzanlagen mit Todesstreifen, Grenzvorfälle und über das Leben im Sperrgebiet.
Wir starten in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs von Wenigentaft (Infotafel 1), welches wegen seiner Grenznähe dem 500 m Schutzstreifen in der 5-km-Sperrzone zugeordnet wurde. Nach Mansbach zu nähert man sich dem Infopunkt 2 mit Angaben zum Grenzsignalzaun, zuvor Schutzstreifenzaun. Weiter geht es in Richtung Buchenberg, vorbei an einer Mariengrotte, dem Kriegerdenkmal und Friedhof mit weitem Blick in die Landschaft des unteren Ulstertals sowie in die Rhönberge.
Die folgende Tafel (3) beschreibt den Aufbau und die Bedeutung des Kolonnenweges. Immer der Markierung folgend, findet man nun kurz hintereinander verschiedene Grenzsteine (Tafel 4), Reste des Doppelzauns (Tafel 5) und erreicht dann die Buchenmühle (Tafel 6). Sie gehört zu den seltenen Beispielen, bei welchen Ländergrenze, Zonen- und Staatsgrenze mitten durch das Anwesen verlief. 1961 erfolgte der Abriss des Auszugs- und Backhauses.
Von hier wandert man Richtung Wenigentaft, passiert die Grüsselbachbrücke und stößt am Fuße des Standorfberges auf die Straße Wenigentaft – Soisdorf (Tafel 7). Steil geht es jetzt auf den 386 m hohen Berg (Tafel 8), wo sich eine Führungsstelle befand und weiter zur Tafel 9 an der Bundesstraße 84 mit einem Beobachtungsturm. Nächstes Ziel ist nach Überquerung der B 84 der Waldhof, und kurz danach steht man am Linden-Dreieck (Punkt 10) mit einem symbolträchtigen Gedenkstein, vom „Heimatkreis Geisaer Amt“ errichtet.
An Tafel 11 ist der geschleifte Fischerhof, welcher 1954 der Grenzsicherung zum Opfer fiel und bei Tafel 12 die Wegsperre auf dem uralten Fahrweg Geisa - Grüsselbach, die von westlicher Seite oft als Blickpunkt nach Geisa genutzt wurde. Gleich daneben liegt das denkmalgeschütze US-Camp Point Alpha. Entlang des Kolonnenweges geht es an verschiedenen rekonstruierten Grenzsperranlagen vorbei zum „Haus auf der Grenze“ mit seiner weithin sichtbaren Friedensspirale zur früheren Grenzübergangsstelle Geisa – Rasdorf. Hier beginnt auch die 3. Teilstrecke des Grenzlehrpfades.
Knapp 3 km von der L 1026 entfernt, gelangt man entlang des „Weges der Hoffnung“ mit den 14 Kunst-Skulpturen zum Infopunkt 13 „Am Kolonnenweg bei Wiesenfeld“. Man verlässt nun diesen Weg nach links, wendet sich dem Dorf Wiesenfeld zu und befindet sich nach 100 m an der Zufahrt zu einer ehemaligen Führungsstelle (Punkt 14), einem viergeschossigen Betonturm. Von dort aus geht es über Punkt 15 (wo früher der ehemalige Grenzsignalzaun verlief) nach Wiesenfeld zu einem Ehrenhain (Punkt 16). Das letzte Stück der Tour führt am Friedhof vorbei zur Point-Alpha-Stadt Geisa.
Kontakt
AnschriftZiegeleistr. 4 (Parkplatz am Ulstertal-Radweg/Rastplatz
36419 Geisa-Wenigentaft
Ansprechpartner
Rhön GmbH - Gesellschaft für Tourismus und Markenmanagement
Rhönstr. 97
97772 Wildflecken-Oberbach
09749 930080-0
kontakt(at)rhoen.de
zur Webseite
Details
Die touristischen Wege der Rhön werden meistens auch von anderen Aktiven genutzt (Wanderern, Mountainbikern, Radfahrer, Spaziergängern, Reitern, Langläufer, etc.).
Wir bitten alle aktiven Natursportler aufeinander Rücksicht zu nehmen. Gleiches gilt natürlich auch für die Natur - diese ist schützenswert. In der Rhön soll deshalb nur auf dafür ausgewiesenen Wegen und Flächen Natursport bei Tageslicht betrieben werden.
Anfahrt
Parkplatz am Ulstertal Radweg (Rastplatz), Ziegeleistraße 4, 36419 Geisa-Wenigentaft |
Start: Wenigentaft, Parkplatz am Ulstertal-Radweg, Ziegeleistr. 4, 36419 Geisa
Den Startpunkt in Wenigentaft kann man über die A4 anfahren. Die Autobahn wird dazu an der Ausfahrt 33 Friedewald verlassen. Kurz später fährt man auf die B62 in Richtung Philippsthal (Werra) und Bad Salzungen auf, In Vacha fährt man auf die B82 in Richtung Geisa. Kurz später erreicht man Buttlar. Am Ende der Ortschaft biegt man rechts nach Wenigentaft ab, welches unmittelbar erreicht wird. Der Parkplatz am Ulstertalradweg liegt in der Ortmitte.
Ziel: Geisa
Den Zielpunkt (alternativ: Startpunkt) in Geisa kann man über die A4 anfahren. Die Autobahn wird dazu an der Ausfahrt 33 Friedewald verlassen. Kurz später fährt man auf die B62 in Richtung Philippsthal (Werra) und Bad Salzungen auf, In Vacha fährt man auf die B82 in Richtung Geisa. Kurz später erreicht man Buttlar. Am Ende der Ortschaft biegt man links in Richtung Geisa ab und erreicht kurz später die Stadt. An der Ampel biegt man rechts zum Zentrum ab und an der abknickenden Vorfahrtsstraße links. Im Zentrum gibt es mehrere Parkflächen, z.B. Schloss Geisa, Schlossplatz oder am Weinberg, Linusrain, jeweils 36419 Geisa
Öffentliche Verkehrsmittel
In Wenigentaft verkehrt folgende Buslinie von Wartburgmobil:
- Linie 116: Buttlar - Bermbach - Wenigentaft
Geisa kann mit folgenden Linien von Wartburgmobil angefahren werden:
- Linie 110 - Rhönkurier: Eisenach - Vachaer Stein (Rennsteig) - Vacha - Geisa - Tann/Rhön
- Linie 120: Dermbach - Oechsen - Geisa - Hünfeld
Tipps
Der Grenzlehrpfad „Point Alpha“ entlang der ehemaligen Zonengrenze wurde 2003 von dem Rhönklub-Zweigverein Geisa e.V. in Zusammenarbeit mit dem Verein Grenzmuseum Rhön „Point Alpha“ e.V. eingerichtet. Der Grenzlehrpfad erfreut sich bei den Wanderern und Geschichtsinteressierten großer Beliebtheit. Von April bis Oktober werden von der Point Alpha Stiftung hier an jedem 1. Samstag im Monat geführte Wanderungen angeboten. Infos: www.pointalpha.com