Museum Friedland
in Friedland
| Museum Friedland |
Die Nachkriegsgeschichte hat die kleine Gemeinde im Landkreis Göttingen berühmt gemacht. Der Ort war und ist bis heute durch sein Lager geprägt. Es wurde an der wichtigen Bahnstrecke Hannover-Kassel am Grenzpunkt der drei Besatzungszonen errichtet. Niedersachsen war britisch, Hessen amerikanisch und Thüringen sowjetisch besetzt. Es war zunächst ein Grenzdurchgangslager für heimatvertriebene Deutsche aus den ehemaligen Ostgebieten und dem Sudetenland, das im September 1945 in Betrieb genommen. Bis 1955 kamen hier auch die Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion heim. Später wurde das Lager als Durchgangslager für Übersiedler aus der DDR genutzt und ist bis heute die einzige Erstaufnahmeeinrichtung für Spätaussiedler in Deutschland.
Die Geschichte des Lagers Friedland wird im Museum Friedland im Bahnhofsgebäude erzählt.
Auch das Lager selbst kann besucht werden. Hier stehen mehrere denkmalgeschützte Gebäude aus der Anfangszeit des Lagers, u. a. eine sogenannte Nissen-Hütte, die Standardhütte der Nachkriegszeit, wie sie in den Nachkriegszeiten des Wohnraummangels nicht nur hier aufgebaut wurden.
Die gegenüber des Grenzdurchgangslagers im Jahre 1955 errichte und tagsüber kostenfrei geöffnete St. Norbert-Kirche ist ebenfalls einen Besuch wert. In ihrer Ausstattung spiegelt sich die Willkommenskultur für Heimkehrende und Heimatsuchende wieder. Sie ist in die Straße der Moderne aufgenommen. Direkt vor der Kirche steht ein Heimkehrer-Denkmal.
Kontakt
AnschriftBahnhofsstraße 2
37133 Friedland
05504 8056200
besuch(at)museum-friedland.de
zur Webseite
Öffnungszeiten
Anfahrt
Museum Friedland: Bahnhofstr. 2 - Museum direkt im Bahnhofsgebäude
Grenzdurchgangslager: Bahnhofstraße/Heimkehrerstraße
St. Norbert-Kirche: St.-Norbert-Platz 2 (via Heimkehrerstraße)
Bahnhof Friedland, www.nvv.de, www.vsninfo.de
Parkmöglichkeiten direkt am Museum Friedland
Parkmöglichkeiten für den Besuch des Lagers und der Kirche auf dem St.-Norbert-Platz